„Interactive Spots“ für den Schlosspark Lackenbach

Projekt mit der TU Graz: Vom Entwurf bis zur Fertigstellung

Gruppenfoto TU Graz

Studenten des Instituts für Architektur und Medien der Technischen Universität Graz wurden im Rahmen des Lehrganges „Entwerfen spezialisierter Themen“ von Esterhazy Immobilien zu einem Wettbewerb eingeladen, um Ideen für mehrere interaktive Objekte für die Besucher des Schlossparks von Lackenbach zu entwerfen, selbst zu produzieren und zu errichten.

Drei Siegerprojekte wurden vor kurzem von den Studenten in Zusammenarbeit mit der Zimmerei Baumgartner in Kärnten gefertigt und anschließend an verschiedenen Positionen im Schlosspark aufgebaut. Anfang Juli wurden die neuen Holzobjekte im Beisein aller Studenten sowie der Projektleitung feierlich eröffnet.

Gruppenfoto TU Graz
Michael Manak (Esterhazy Immobilien), Antunovic Nicole (Swirling Flower Pavillon), Clemens Biffl (Leitung Esterhazy Immobilien), Kainrath Mona (Projekt Landschaftsbank), Albert Wiltsche (TU Graz), Milena Stavric (TU Graz), Klepatsch Gregor (Projekt Tischoval)

Tischoval

(Klepatsch Gregor, Langthaler Sophie, Cresnar Clemens, Crepnjak Eva, Stoisser Lois Xaver Yukio)

Am ovalen Tisch sitzt man stets nebeneinander, so entsteht unter den Besuchern ein „Wir"-Gefühl. An den beiden länglichen Außenseiten wurde die Tischplatte abgesenkt, damit auch jüngere Gäste Platz nehmen können. Als Stauraum dient der Bereich zwischen den beiden unterschiedlichen Arbeitsflächen. Vier Tischbeine bieten genug Beinfreiheit für alle und ermöglichen ein uneingeschränktes Schaffen.

Swirling Flower Pavillon

(Antunovic Nicole, Schuiki Lea Elisabeth, Karner Jasmin Désirée, Bhatti Gagandeep, Stubenrauch Sebastian Clemens, Stux Joshua René, Insupp Stefanie)

Der Swirling Flower Pavillon beeindruckt durch seine Verwobenheit. Seine schrägen Balken bewegen sich beim Vorbeigehen mit dem Besucher mit und erscheinen wie eine lebendige Struktur. Die vier Stützen wirken wie schlanke Säulen, die durch die verbundenen Balken überdimensionierte Blumen erzeugen, die in die Dachform übergehen. Durch die Verwebung aller Balken bildet die ganze Struktur ein geschlossenes System, das dennoch ein luftiges Raumgefühl im Freien schafft.

Landschaftsbank

(Kainrath Mona, El-Banna Lora, Ambrozic Meta, Bonecker Max)

Dieses Holzmöbel besteht aus linearen Balken-Elementen unterschiedlicher Neigungswinkel. Die Elemente bilden in ihrer Gesamtheit eine geschwungene Form, die sowohl zum Liegen, wie auch zum Sitzen einlädt. Im Randbereich ergeben sich Liegeflächen und in der Mitte, wo es flacher wird, entsteht Platz zum Sitzen oder auch für ein gemütliches Picknick.

Das Material Holz ergab sich automatisch, da bisher sämtliche Projekte der TU Graz im Schloss Lackenbach – wie zum Beispiel das Projekt „Wooden Sauna“ im Vorjahr – aus Holz umgesetzt wurden. Holz wurde gewählt, da es als natürlicher Rohstoff wunderbar in das Erscheinungsbild des Schlosses und des Parks passt.

Die Entwurfszeichnungen sowie alle Modelle des Wettbewerbs können noch bis Ende September beim Schloss Lackenbach besichtigt werden. In der Ausstellung werden alle Projekt-Entwürfe in Plakat- und Modellform präsentiert.

Öffnungszeiten Schloss Lackenbach

Juli & August: täglich von 09:00 - 17:00 Uhr
September: Freitag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 09:00 - 17:00 Uhr
Für Gruppen sind Führungen gegen Voranmeldung jederzeit möglich.

Ein Überblick der vergangenen Projekte

Die Kooperation mit der Technischen Universität Graz startete bereits im Jahr 2015. In den vergangenen fünf Studienjahren wurden folgende Projekte der TU Graz im Schlossareal Lackenbach umgesetzt.

Im ersten Jahr war es die Aufgabe, Ideen für einen ansprechenden Eingangsbereich von der Draisinen-Haltestelle in den Schlosspark zu finden. Die „Holzschwelle“ wurde im Sommer 2015 eröffnet und lockt seitdem zahlreiche Gäste der Draisinen-Tour sowie vorbeikommende Passanten in das Schlossareal.

2016 waren die Studierenden aufgefordert eine neue Holzbrücke über den Selitzabach zu entwerfen. Der „Holzsteg“ ermöglicht es den Besuchern des Schlossparkes, von der Draisinen-Station kommend, den Bach zu überqueren und so das Schlossareal von beiden Seiten des Wassers zu erkunden.

2017 hatten die Studierenden die Aufgabe eine Unterkunftsmöglichkeit – ein Zelt aus Holz – im Freien zu entwerfen. Das „Wooden Tent“ bietet Platz für zwei bis drei Personen und eine einzigartige Übernachtung mitten im Schlosspark.

2018 erhielten die Studierenden den Auftrag eine Outdoor-Sauna aus Holz zu planen, um das Angebot im Gästehaus Zum Oberjäger um einen Wellnesserlebnis zu erweitern. Schließlich wurde „Das Schattenspiel“ zum Siegerprojekt gekürt und im Juli vor Ort aufgebaut und im Spätherbst 2018 in Betrieb genommen.